Osteuropäische Perspektiven 2026

Literatur, Geschichte und Politik für ein Europa der Zukunft
Termin
Do. 09.07.2026 - Sa. 11.07.2026, >>> Die Tagung wird auf Ende November 2026 verlegt
Diskurs Festival
Katholische Akademie in Zusammenarbeit mit dem Seminar für Osteuropäische Geschichte der Universität Freiburg, dem Literaturhaus Freiburg, dem Theater Freiburg und der Heinrich Böll Stiftung Baden-Württemberg
 
Beschreibung
Die erste Ausgabe des Diskursfestivals „Osteuropäische Perspektiven“ in Freiburg im Dezember 2024 fand vor dem Hintergrund des Krieges gegen die Ukraine und unter dem Eindruck des Kampfes der Bevölkerung in Georgien für Demokratie und Unabhängigkeit statt. In beiden Staaten müssen sich die Menschen gegen die imperialen Bestrebungen von Putins Russland zur Wehr setzen. Sie kämpfen für ihre Unabhängigkeit und appellieren an Europa und die Europäer, sie in ihrem verzweifelten Ringen nicht allein zu lassen.
Daran hat sich bis heute nichts geändert.
 
Die Perspektiven Osteuropas im Jahr 2026 werden jedoch von einer völlig veränderten geopolitischen Situation bestimmt. Dem aggressiven Großmachtstreben Russlands steht nicht mehr ein halbwegs geeinter „Westen“ gegenüber, in dem die USA, Großbritannien und die EU-Staaten gemeinsam die Länder des postsowjetischen Einflussbereichs unterstützen. Inzwischen haben sich die USA unter Trump aus dieser gemeinsamen Politik zurückgezogen. Eine irrlichternde Politik gegenüber dem Gewaltherrscher in Moskau kennzeichnet die Haltung der einstigen westlichen Führungsmacht. Aber auch die Europäer sind durch Uneinigkeiten und Widersprüchlichkeiten nahezu handlungsunfähig.
 
Die schockierende Wahrheit im Herbst 2025 ist, dass nicht nur die Länder Mittel- und Osteuropas, sondern wir Europäer insgesamt keine sichere Vorstellung mehr davon haben können, in welcher Ordnung oder besser Unordnung sich die Welt im Sommer 2026 befinden wird.
Diese fundamentale Verunsicherung wird und muss eines der Themen sein, über die wir uns in den „Osteuropäischen Perspektiven 2026“ verständigen werden. Ermutigt durch den Zuspruch des Publikums und der Mitwirkenden im im Jahr 2024 Jahr wollen wir unsere Bemühungen fortsetzen, das Projekt Europa wieder stärker als Garant für Demokratie, Frieden und Freiheit wahrzunehmen.

Dabei werden wir auch bei der zweiten Auflage den Stimmen aus Mittel- und Osteuropa großes Gewicht verleihen. Denn mehr denn je kommt es darauf an, die Anliegen der Länder Mittel- und Osteuropas als europäische Aufgaben zu begreifen.
Dafür wollen wir Expertinnen und Experten untereinander und mit einer breiten Öffentlichkeit ins Gespräch bringen.
 
Bitte beachten Sie: 
Die Tagung wird auf einen Termin Ende November 2026 verlegt. 
Ansprechpartner*in
Veranstaltungsort
Universität Freiburg, Theater Freiburg, Literaturhaus Freiburg
Veranstalter
Katholische Akademie der Erzdiözese Freiburg
Postfach 9 47
79009 Freiburg
Telefon: 0761 31918-0
Telefax: 0761 31918-111